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14. September 2026: Abendlob auf dem jüdischen Friedhof in Liblar

Bei bestem Spätsommerwetter fand das Abendlob der kfd St. Barbara diesmal in der besonderen Atmosphäre des jüdischen Friedhofs in Liblar nahe dem Bahnhof statt. Der Friedhof war von 1877 bis 1942, der Zerstörung im Zuge des Nationalsozialismus, Ruhestätte der jüdischen Menschen, die in dieser Zeit in Liblar lebten. Heute befinden sich dort einige lange nach dem Krieg dorthin verbrachte nicht originale Gedenksteine. Im Zuge des Programms „Der Friedhof lebt – interreligiöse Archegärten in Deutschland“ wurde der Friedhof seit 2025 mit öffentlichen Mitteln aus- und umgestaltet und hat als Ort der Begegnung mit der Natur, mit der eigenen Geschichte und auch der Erinnerung an Verstorbene eine bedeutende Aufwertung erfahren.

Wir folgten an diesem stimmungsvollen Ort zwei Frauen aus der Bibel: Rebekka, die nach der Erzählung im Buch Genesis im Vertrauen auf Gott aufbricht in eine unbekannte Zukunft mit einem Ehemann, und einer unbenannten Frau im Lukasevangelium, die von Jesus vor ihrer körperlichen Verkrümmung geheilt und physisch und psychisch aufgerichtet wird. Beide Frauen können uns Vorbild sein, wenn wir mutlos, unentschlossen vor einem neuen Aufbruch, einer veränderten Lebenssituation oder anderen grundlegenden Veränderungen stehen – oder sie uns wünschen.

Untermalt von wunderbarer traditioneller jüdischer Musik durch unserer bewährtes Trio Veronika, Kirsten und Frank war der Abend für die – leider recht spärlich - Anwesenden eine sehr intensive Erfahrung.